Ergebnisse zum Fahrtensegelwettbewerb 2012

Die Sportfreunde Dieter und Christa Harnisch haben im kumulativen Wettbewerb des BSV der 2. Platz erreicht und damit eine Silber-Medaille gewonnen.

 

Die Sportfreunde Friedmar Findeisen und Ingrid Schwantes haben als Anerkkenung für ihre Teilnahme am Fahrtenwettbewerb See eine Plakette in der Kategorie 'Breitensport' erhalten.

 

Wir gratulieren zu diesen großartigen Erfolgen und wünschen weiterhin immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

 

Unter den Teilnehmern am Fahrtenwettbewerb Binnen im BSV 2012 + Seereisen + Langfahrt hat unser Verein den 9. Platz errungen. In der Vereinswertung im Revier Dahme belegt unser Verein den 7. Platz.

 

Gode Wind Ahoi!

 

Peter Sperling

Fahrtenobmann

Beteiligung am Fahrtensegelwettbewerb 2012

Liebe Sportfreunde,

 

auch in diesem Jahre haben sich wieder viele Mitglieder der WLS am Fahrtenwettbewerb des Berliner Segler-Verbandes e.V. beteiligt. Waren es im Jahr 2010 mit Bootsführer und Mannschaft 23 Teilnehmer, so erhöhte sich die Anzahl auf 28 im Jahre 2011 und auf 33 in diesem Jahr. Nach wie vor gehören wir also zu den aktivsten Segelsportvereinen. Nachdem wir im Jahre 2011 den 2. Platz im Revier Dahme erzielt haben, können wir in diesem Jahr bei einer Steigerung um mehr als 700 Punkte auf den 1. Platz hoffen.

 

Die Sportfreunde Friedmar Findeisen und Ingrid Schwantes beteiligen sich in diesem Jahr wieder am Seesegelwettbewerb. Sie erzielten je 1056 Wertungspunkte.

 

Zur Punktewertung in 2012 bitte hier klicken.

 

Zum Vergleich die Ergebnisse von 2010 und die Ergebnisse von 2011.

 

Ich danke allen Sportfreunden, die sich am Wettbewerb beteiligt haben, und wünsche auch für die kommende Saison

 

Gode Wind ahoi!

 

Peter Sperling

Fahrtenobmann

In 40 Jahren 102.137 km gesegelt  -  Bericht eines Fahrtenseglers

Von Christa und Dieter Harnisch

 

Alles fing zunächst mit einem Paddelboot an und ging seit 1958 mit einem „Pirat“ und  dann mit einem 15er Jollenkreuzer weiter. 1959 die erste Fahrt zur Müritz durch Berlin, 1961 die zweite zur Müritz. Rückkehr 14Tage vor dem Mauerbau. Aber die Sehnsucht nach der Müritz blieb. 1964 zeichnete sich eine Möglichkeit ab, denn es gab ja noch die Oder. Man sagt zwar, das sei ein Abenteuer, aber wir wollten uns dem aussetzen. Zunächst unter Motor mit der „Nixe“, 1,25 PS, bis Wernsdorf, dann im Schlepp eines Schiffes bis Eisenhüttenstadt. Am nächsten Morgen folgte die Suche nach einem Grenzkommandanten zur Ausstellung eines Passierscheins (PM18) zum Befahren der Oder. Start gegen 10.00 Uh, 115 km bis Hohensaaten. Temperatur 30 Grad, Niedrigwasser. Übernachten vor der Schleuse. Am nächsten Tag Weiterfahrt bis zur Müritz.
 

Schwedenreise  2007

von Peter Vogel

 

Ein lang gehegter Wunsch des Skippers ist im zweiten Anlauf nach 2006 in Erfüllung gegangen. Wir haben am 29.06.07 Törehamn  Position: N  65°54`07;  E  22°39`00 und am  30.06.07 Haparanda Position N  65°45`30;  E  23°54`10,  die nördlichsten Punkte der Ostsee bzw. der  Bottensee, auf eigenem Kiel erreicht.



Eine weite und lange Reise mit vielen neuen Eindrücken, Erlebnissen und Erfahrungen liegt hinter uns. Wesentliche Voraussetzungen für das erfolgreiche Gelingen des Törns waren vor allem geeignetes Wetter, starke Motivation, das Ziel erreichen zu wollen, eine zuverlässige und verständnisvolle Segelpartnerin sowie ein harmonisches Zusammenleben für längere Zeit auf relativ engem Raum, ein nach oben offener Zeitrahmen – der Status „Ruhestand“ macht es möglich -, weitgehend stabile Gesundheit, verantwortungsvolle Vorbereitung und Durchführung jeder Tagesetappe, d.h. Wetterbeobachtung,  Reiseweg und Navigation mit dem Restrisiko dieser „langsamsten, teuersten und unbequemsten Art zu reisen“ leben zu können. Hier kommt uns zugute, dass wir uns nunmehr auf elf Jahre Seesegelerfahrung stützen können und den Radius von der Dänischen Südsee über Kategatt, Skagerrak, Nördliche Ostsee und Bottensee von Jahr zu Jahr systematisch ausgeweitet haben.

Fahrtensegeln alternativ – Reisen mit dem Trailerboot

Von Peter Krause

Nachdem wir mit unserem 20 qm-Jollenkreuzer - Baujahr 1956, Eiche, gebraucht gekauft – in den Jahren 1990 bis 1994 das heimische Dahmerevier, den Müggelsee und den Zeuthener See sowie auf längeren Urlaubsreisen den Scharmützelsee, die Müritz und den Werbellinsee kennengelernt hatten, waren wir uns sicher: wir wollen segeln, solange es unsere Kräfte und unsere Gesundheit erlauben - und das nicht nur vor der Haustür. Daraus ergab sich zwangsläufig der Wunsch nach einem für die Ostsee geeigneten Boot mit mehr Komfort. Zu dieser Zeit waren wir beide noch berufstätig und das in Jobs ohne geregelten Feierabend, so dass uns für längere Reisen auf eigenem Kiel nur der Urlaub zur Verfügung stand. Außerdem war diese Zeit wegen des Gartens und fehlender „Hobbyhausmeister“ für Haus und Hof auf maximal 4 Wochen begrenzt.

Aus unseren Langfahrten und auch aus Gesprächen mit Segelkameraden wussten wir, dass man z. B. für die Anfahrt zur Ostsee mit gelegtem Mast über Stettin etwa drei Tage braucht, wenn man es nicht zu hektisch angeht. Die gleiche Zeit ist für die Rückreise anzusetzen. Für die An- und Abreise wären also fast 25% unserer Zeit verbraucht. Bei entfernteren Zielen z.B. in Schweden oder Dänemark wäre diese Zeit noch erheblich länger, obwohl in diesem Fall die Reise ab Stettin unter Segeln stattfinden würde. Von erfahrenen Seglern wussten wir, dass man wegen des Wetterrisikos 1/3 der zur Verfügung stehenden Zeit für die Anreise und 2/3 der Zeit für die Rückreise einplanen sollte, wenn man zu einem festen Termin wieder zu Hause sein muss. Die oft gehörte Meinung, dass ja der Urlaub beginnt, wenn man das Boot am heimatlichen Steg abbindet, wollte uns nicht so richtig einleuchten und hat sich für uns nicht bestätigt, nachdem wir mehrmals den Oder-Havel-Kanal auf eigenem Kiel passiert haben.